Sonntag, 25. Januar 2015

Zu verkaufen: Mariana, 15 Jahre

Nach längerer Zeit melde ich mich heute mal zurück mit einem Thema, das mich sehr nachdenklich und wütend macht.
Ich habe grade das Buch "Zu verkaufen: Mariana, 15 Jahre" beendet. Die rumänische Psychologin Iana Matei erzählt darin von ihrem Kamp gegen den Sexhandel mit (oft minderjährigen) Mädchen.
Ich finde, Iana ist eine bewundernswerte Frau, die anpackt und schon viel geschafft hat. Es ist großartig, was sie für die Mädchen und jungen Frauen tut. Und es ist umso erschreckender, was für Steine ihr in den Weg gelegt werden; die Mädchen/Frauen, die Iana in ihrem privaten Frauenheim betreut und sie auf ein "normales" Leben vorbereitet, werden oft in ganz normale europäische Länder verschleppt, wo sie ausgebeutet werden, auch Deutschland gehört dazu. Es ist sowas von unglaublich, was hier vor unser aller Augen passiert, ohne, dass wirklich etwas getan wird. Klar ist es hier noch "besser" als in Rumänien selbst, aber es ist doch immer noch einfach unfassbar. Wir leben im 21. Jahrhundert und trotzdem werden Mädchen verkauft, wie Fleisch im nächsten Aldi. Zu Billigpreisen. Gegen ihren Willen. Was ihnen alles angetan wird, ist kaum vorstellbar. Und dass sie dann -wenn sie es schaffen, dem Teufelskreis zu entfliehen und ihre Peiniger sogar anzeigen- nicht einmal Entschädigungen und die Täter nur lachhafte Gefängnisstrafen bekommen, ist an Demütigung kaum noch zu übertreffen.
Mich macht das alles so wütend. Vor allem diese Hilflosigkeit. Es ist ein Rudern gegen Windmühlen.

http://reachingout.ro/ Das ist die Internetseite der Organisation von Iana - ich kann jedem nur ans Herz legen zu helfen, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Auf die Problematik muss aufmerksam gemacht werden und nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann etwas bewegt werden.

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